Montag, 9. November 2015

Einige Worte für einen Freund

Es gibt Menschen, die hinterlassen manchmal merkwürdige Botschaften. Man braucht unter Umständen einige Zeit und etwas Übung, um mit diesen Merkwürdigkeiten eines ganz besonderen Menschen klar zu kommen. Wenn man dies aber einmal durchschaut und verstanden hat, gibt es nichts, was "logischer" und zugleich amüsanter ist! Aus diesem Grund kann sich jeder glücklich schätzen, der die "Ehre" hat, diesen Menschen zu seinen Freunden zählen zu können.
Lieber Turon47, Du hast heute Geburtstag...und das ist uns mal wieder einen Blogeintrag wert, denn ohne Dich würde es diesen Blog nicht geben.
Es war vor mittlerweile sechs Jahren, da saßen wir bei einem Glas Glenmorangie beisammen und Dir kam spontan die Idee für dieses Machwerk, was sich heute Blog der Star-Trek-Tafelrunde bezeichnet.
So begann es am 27.Oktober 2009...

Seit jener Zeit bist Du nicht nur einer der wichtigsten Autoren des Blogs, sondern auch Stimme und Aushängeschild der Tafelrunde. Mit deiner Begeisterung für Star Trek, Deinem unglaublichen Wissen über dieses Franchise, mit Deinen immer neuen Ideen für Spiele rund um Star Trek und Deinen wissenswerten, lustigen und zugleich spannenden Vorträgen (die dich sogar schon zur Weihnachtvorlesung eines Hubert Zitt geführt hat), bist Du schon lange nicht mehr nur die "Leber" der Tafelrunde!
Wir hoffen alle, dass Du der Star-Trek-Tafelrunde-Hermann-Darnell noch lange erhalten bleibst und Du Zeit und Muse findest, auch in Deinem neuen Lebensabschnitt Dich unser aller gemeinsamen Leidenschaft zu widmen!
Ich für meinen Teil zumindest bin glücklich darüber, Dich meinen Freund nennen zu können!

Sonntag, 8. November 2015

Die Tafelrunde Nr. 11/2015

Letzten Freitag versammelten sich wieder recht eindeutig gewandete Menschen im beliebten Babelsberger Lokal ALBERS um ihren offiziellen 11. Treffen in diesem Jahr zu fröhnen. Und irgendwie war dieses Treffen für die meisten der ca. 30 Anwesenden etwas ganz Besonderes. Die Nachricht, dass CBS endlich eine 6. Star Trek Serie für 2017 angekündigt hat (wir berichteten), war gerade mal ein paar Tage alt. (Gut, zählt man TAS mit, ist es schon die Siebente!) Entsprechend gut war die Laune der versammelten Tafelrundler. Nach einem Jahr der vielen Schicksalsschläge für das Star-Trek-Franchise und wenige Monate vor dem großen Jubiläum von Star Trek konnte es wohl keine bessere Meldung geben.
Eindeutig Sternenflotte!
Auf mehrfachen Wunsch war auch wieder die Borg-Spardose mit an Bord. An dieser Stelle ein erneutes großes Dankeschön an all die Spender der letzten Treffen! Durch Eure Beiträge konnten wir nun endlich unser eigenes Tafelrundenbanner fertigen lassen, welches auf dieser Tafelrunde würdig erstmals entrollt wurde! Möge es uns bei noch vielen Treffen, Veranstaltungen und Außenmissionen begleiten!
Kaum entrollt, schon im Weltnetz!
Es folgen noch einige weitere Impressionen unseres novemberlichen Treffens, dessen Highlight sicher auch folgende Ankündigung unseres Jean Luc war!
Mitglieder der Star-Trek-Tafelrunde, allen voran Jean Luc selbst und Turon47, werden im Wintersemester 2016/ 2017 eine eigene Vorlesungsreihe an der HTW in Berlin veranstalten. Ihr lest richtig, und man kann dieses Fach dann sogar mit einer Note abschließen! Ist das Cool? Star Trek wird an einer deutschen Hochschule gelehrt...
Weitere Informationen werden in Kürze dazu folgen, auch, ob man als Gasthörer daran teilnehmen kann!
Jean Luc und seine Par'Mach'kai
Engage!
Wieder mit an Bord: Captain McElroy und Frau von der USS Euderion
Platzhalter ;)
Geballte Frauenpower
Sehr beliebt und lange vermisst! Die Star-Trek-Tafelrunden-Spiele-Ecke. Turon47 stellte eine seiner eigenen Kreationen vor: Trivial Persuit-die Star Trek Edition!
Die Frage nach Mitspielern war noch nicht ganz ausgesprochen, da waren auch schon die nötigen 8 Leute gefunden! Mindestens genau so viel standen während des Spiels dabei und rieten mit!
Beim letzten Treff das erste Mal dabei, nun wieder mit an Bord: Phil
Wie immer umschwärmt, unser Rok!
Bis zum nächsten Mal: am 18.12.2015, wieder 19:00 Uhr, wieder im ALBERS!

Montag, 2. November 2015

Turons Senf zur neuen Star Trek Serie

Bildquelle: Pinterest
Nun ist es offizell! Star Trek kehrt dahin zurück, wo es hingehört: Ins Fernsehen.

Wie heute verlautbart wurde, wird es frühestens ab Herbst 2016 oder zu Beginn des Jahres 2017 eine neue Star-Trek-Serie geben. Federführend ist mit Alex Kurtzman ("Alias", "Fringe" oder "Hawaii Five-0") als ausführender Produzent ein alter Bekannter, der bereits als Co-Autor an den Drehbüchern für "Star Trek XI" und "Star Trek: Into Darkness" mitarbeitete. Ihm zur Seite steht mit Heather Kadin eine Produzentin, in deren Portfolio die ebenfalls unter Kurtzman produzierte Serie "Sleepy Hollow" der bislang namhafteste Eintrag ist.

Kurtzman (li.), mit Abrams & Orci, nicht im Bild: Hedin
Bildquelle: Pinterest
Ansehen kann man die neue Serie aber wohl zuerst über die Online-Bezahlsparte des amerikanischen TV-Senders und Serien-Rechte-Inhabers CBS - also verhältnismäßig unzugänglich für deutsche Zuschauer ohne Verbindungen in die USA.

An sich sind das nach mehr als zehn Star-Trek-freien Jahren gute Nachrichten, aber dennoch ist in den meisten Kommentaren sozialer Netzwerke eher eine vorsichtige Zurückhaltung bis ablehnende Haltung zu bemerken.


Das liegt allerdings nicht allein am Umstand, dass sich in den letzten Jahren viel zu viele entsprechende Ankündigungen als Enten erwiesen haben (die Tafelrunde berichtete). Nachdem selbst J.J. Abrams ("Alias", "Lost", "Fringe") mit seinen Plänen das von ihm erschaffene Universum in Serienform zu festigen an Streitigkeiten zwischen den Film-Rechtsinhabern Paramount und den Serien-Rechtsinhabern CBS scheiterte, war für viele Fans jegliche Hoffnung auf eine neue Serie bereits zerstört, zumal das Zeitfenster für den günstigsten Termin zum fünfzigjährigen Jubiläum im September 2016 mit jedem Tag mehr und mehr verschlossen wirkte.

Zum anderen haben die beiden letzten Kinofilme unter der Regie Abrams' durch ihre Abkehr von traditionellen Star-Trek-Werten wie der Behandlung von philosophischen Themen hin zu einem reinen Action- und Popcorn-Spektakel viele Fans verprellt, die nun natürlich eher mit einer hochgezogenen Augenbraue auf diese Neuentwicklung und all ihre Beteiligten blicken.
Aber schließen wir an dieser Stelle doch einmal gemeinsam aus den spärlichen Fakten, die bislang durch die Öffentlichkeit geraten sind, was das für eine neue Serie bedeuten könnte:



Zuerst einmal ist die frühere Absage des Fernsehsenders CBS an Abrams in Verbindung mit ihren ständigen Auseinandersetzungen mit Paramount tatsächlich ein positives Zeichen. Man kann daraus nämlich ableiten, dass sich der Serienrechteinhaber auf einem so klagefreudigen Markt wie der USA kaum dem Risiko aussetzen wird, allzu viele Brücken in die Urheberdomäne der argwöhnischen Konkurrenz zu schlagen. Stattdessen ist selbst auf "startrek.com" davon die Rede, dass "[...] neue Charaktere neue fantastische Welten und neue Zivilisationen suchen [...]" würden.

Wer aus den Worten allerdings die originale Zeitlinie herausliest, in der sich schon Picard, Janeway oder Sisko tummelten, sollte sich dessen nicht unbedingt sicher sein, denn die Verpflichtung des engen Abrams-Vertrauten Kurtzman ist auch eine Absage an Projekte wie Michael Dorns Pläne zu "Captain Worf" und ein offener Bruch mit Traditionslinien die mit Brannon Braga, Rick Berman oder Steven Ira-Behr manifestiert und personifiziert wurden. Die kommende Serie hat mit Absicht keinerlei personellen Anknüpfungspunkte an die Vorgängerserien.
Und was soll ich sagen?
Das ist auch gut so.

Auf dem heutigen Fernsehmarkt, der vor kreativen, außergewöhnlichen und herausfordernden Serien nur so überquillt, würde - bei aller Liebe - eine Serie wie "TNG" nicht mehr funktionieren, wäre "Voyager" viel zu unspektakulär und wäre "Enterprise" spätestens nach der zweiten Staffel abgesetzt worden. Längst  gelten andere Regeln die nach anderen Leuten verlangen, die den veränderten Zuschauerbedürfnissen, gewandelten  Ansprüchen und weiterentwickelten Sehgewohnheiten genügen müssen.


Kurtzmans größte Aufgabe ist daher ein Spagat, wie es ihn in der Seriengeschichten in dieser Form kein zweites Mal gibt. Er muss einen aufgeblähten Kanon aus sechs Serien und dreizehn Filmen berücksichtigen, den Erwartungen von verschiedenen Fangruppen aus fünfzig Jahren Serienlaufzeit genügen, dem klassischen Konzept eines Science-Fiction-Klassikers treu bleiben, dabei gleichzeitig innovative neue Ideen einzubringen und nebenher eine ganze Franchise in das Fernsehen des 21. Jahrhunderts herüberretten.

Es wird also eine schwere, undankbare und schon jetzt scheinbar unlösbare Aufgabe, der sich Alex Kurtzman da mutig gestellt hat. Aber man sollte diese Herausforderung nicht zwangsweise als Nachteil verstehen, denn Kanon, Fanszene, Tradition und die einzigartige Herausforderung sind auch gleichzeitig das, was "Star Trek" so einzigartig macht. Die Franchise hat Millionen Anhänger, Merchandisekäufer und Blogger auf ihrer Seite, die sich eine neue Serie nicht entgehen lassen werden. Dieses Potenzial (und die damit verbundenen Gewinne) haben die Verantwortlichen bei CBS längst erkannt und auch wenn es sich bei der neuen Serie um eine begrenzte Veröffentlichung unter den vermeintlich kontrollierten Bedingungen einer eigenen Online-Sparte handelt, sagt dies viel aus, denn "Star Trek" wird immerhin das CBS-Zugpferd gegen Internet-Konkurrenten wie den Branchenriesen Netflix, der lange Zeit ebenfalls mit einer eigenen Star-Trek-Serie kokettierte. Wenn selbst die Entscheidungsträger auf so deutliche Weise ihr Vertrauen zu Star Trek Ausdruck verleihen, sollten auch wir Fans unsere Skepsis nicht länger vor uns her tragen, sondern uns an der Aussicht erfreuen, die nächste Star-Trek-Serie noch miterleben zu dürfen. Das Schimpfen werde ich mir jedenfalls für den Tag aufheben, an dem ich den Pilotfilm sehen werde...

Bilquelle: Pinterest

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